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12.02.2019

Was Helicobacter so flexibel macht

Der Magenkeim Helicobacter pylori verdankt seine weite Verbreitung seiner genetischen Anpassungsfähigkeit. LMU-Mikrobiologen haben nun ein Enzym identifiziert, das wesentlich für seine globale Genexpression und Umweltanpassung ist.

Das Bakterium Helicobacter pylori ist weltweit verbreitet und Auslöser einer der häufigsten chronischen bakteriellen Infektionen des Menschen. Die Infektion kann symptomlos verlaufen oder verschiedene Formen von Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die schlimmste Folgekrankheit ist aber Magenkrebs, an dem circa ein Prozent der Infizierten erkranken. Eines der Hauptmerkmale von Helicobacter pylori ist seine genetische Vielfalt. Die Teams der LMU-Mikrobiologen Professor Sebastian Suerbaum und Professor Christine Josenhans untersuchen, welche Rolle diese bei der Anpassung an den menschlichen Wirt spielt. Nun ist es ihnen gemeinsam gelungen, ein Enzym zu identifizieren, das eine wesentliche Rolle für die koordinierte Steuerung der gesamten Genexpression des Bakteriums spielt. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher vom Max von Pettenkofer-Institut der LMU aktuell in der renommierten Fachzeitschrift Nucleic Acids Research, Erstautorin ist die Doktorandin Iratxe Estibariz.

Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München