CF-Mikrobiologie
Konsiliarlabor-Süd Mukoviszidose Bakteriologie
Ansprechpartner / Auskunft
Leiter: Dr. med. Benjamin Würstl
089 - 2180 78296
wuerstl(at)mvp.uni-muenchen.de
Leitende MTLA: n.n.
089 - 2180 78274
Max von Pettenkofer-Institut
Marchioninistrasse 17
81377 München
Allgemeine Informationen
Die Mukoviszidose (zystische Fibrose, CF) dominieren chronische bakterielle Infektionen des oberen und unteren Respirationstraktes das klinische Bild. Das besondere Milieu der CF-Lunge bietet ideale Bedingungen für die Kolonisation v. a. mit in der Umwelt ubiquitär vorkommenden Bakterien, die zum Teil phylogenetisch eng miteinander verwandt sind. Viele dieser Erreger sind bei Nicht-CF-Patienten als Infektionserreger nur sehr selten anzutreffen. Neben klassischen Erregern von Atemwegsinfektionen bei CF („CF-Leitkeime“) v. a. P. aeruginosa, S. aureus, Haemophilus influenzae und B. cepacia-Komplex werden seltener zahlreiche weitere Erreger gefunden. Diese entstammen häufig der Gruppe der Nonfermenter (z. B. andere Pseudomonas spp., Chryseobacterium spp., Pandoraea spp., Ralstonia spp., Inquilinus limosus u. v. a.). Bei CF besteht daher grundsätzlich eine Indikation zur mikrobiologischen Diagnostik, die sich am besonderen Erregerspektrum bei CF orientieren muß und v.a. im Rahmen regelmäßiger, meist vierteljährlicher Kontrolluntersuchungen und bei klinischer Verschlechterung („Exazerbation“) durchgeführt wird.
Leistungsspektrum
- Erregerisolierung und -identifizierung über quantitative Kultur auf Spezial- und Selektivmedien sowie molekularer Verfahren
- Subtypisierung aufgrund phänotypischer und/oder genotypischer Merkmale
- Wirksamkeit von Antibiotika-Kombinationen
- Beratung zur antibiotischen Therapie
- nach Rücksprache Analyse der Ausbreitung von Stammkopien bei Patienten mit Mukoviszidose


