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Arbeitsgruppe Fischer

Helicobacter pylori Typ IV-Sekretion

Bakterielle Krankheitserreger verwenden zur Beeinflussung von Zellen des infizierten Organismus oft Proteine mit hochspezifischen biochemischen Aktivitäten, die von eigens dafür entwickelten Sekretionssystemen an ihren Wirkort transportiert werden. Dies gilt auch für das humanpathogene Bakterium Helicobacter pylori, welches die Magenschleimhaut besiedelt und Krankheiten wie chronische Gastritis, Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwüre, aber auch Magenkrebs und MALT-Lymphome verursacht. Ein wesentlicher Pathogenitätsfaktor von H. pylori, insbesondere für die Krebsentstehung, ist das sog. Cytotoxin-associated gene (Cag)-Typ IV-Sekretionssystem mit seinem Effektorprotein CagA. Typ IV-Sekretionssysteme gelten als molekulare Maschinen mit einem ungewöhnlich vielfältigen Repertoire an transportierten Molekülen. Sie sind in der Lage, Toxine zu sekretieren, DNA zu exportieren oder zu importieren, oder auch bakterielle Proteine in pflanzliche, tierische oder menschliche Zellen zu injizieren. Ein Hauptziel unserer Arbeiten ist die Aufklärung molekularer Mechanismen des Typ IV-Sekretionsprozesses und der Signalerkennung am Beispiel des CagA-Proteins. In einem weiteren Schwerpunkt untersuchen wir in H. pylori Mechanismen des horizontalen Gentransfers, eines sehr effizienten Prozesses zur Übertragung von Antibiotika-Resistenzen und Pathogenitätsfaktoren.
Forschung