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Arbeitsgruppe Heesemann

Infektionsbiologie von darmpathogenen Erregern und Staphylokokken

Die Forschungsprojekte befassen sich überwiegend mit infektionsbiologischen Fragestellungen zur Pathogenität von darmpathogenen Yersinien und der angeborenen Immunabwehr des Wirtes (Mausinfektionsmodell). Darüber hinaus werden Ergebnisse der Grundlagenforschung auf ihre Übertragung in die infektionsmedizinische Anwendung (Translation) geprüft und umgesetzt: z. B. (i)  Entwicklung neuer mikrobiologischer und serologischer diagnostischer Verfahren, (ii) Entwicklung neuer Impfstrategien, Analyse der in vivo Antibiotikaresistenz von Yersinien.
Die Pathogenität von humanpathogenen Yersinien (Y. enterocolitica, Y. pseudotuberculosis und Y. pestis) beruht auf chromosomal und extrachromosomal (Virulenzplasmid pYV) lokalisierten Pathogenitätsdeterminanten, die sehr gut untersucht sind (siehe Abbildung unten). Der Infektionsprozess im Nagetier-Infektionsmodell (peroral, parenteral) ähnelt dem der Yersiniose beim Menschen. So lassen sich im Nagetiermodell die Mechanismen der Darmkolonisierung, Mukosainvasion, Erregerdissemination in Lymphknoten, Milz und Leber analysieren. Darüber hinaus können auch die Mechanismen der extraintestinalen Postinfektionserkrankungen wie z. B. „reaktive Arthritis“ im Nagetiermodell untersucht werden.

Die Projekte werden gefördert durch DFG, DZIF, verschiedene Stiftungen.

Links: Eintrittspforten und Kolonisierungsgebiete von darmpathogenen Erregern im Gastrointestinaltrakt des Menschen
Rechts: Schematischer Überblick über die Pathogenität von Yersinia enterocolitica