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Nationales Referenzzentrum für Helicobacter pylori > Helicobacter > H. pylori und Krebs > 

Eine bestehende Infektion mit H. pylori erhöht das Magenkrebsrisiko um das 4-6 fache. H. pylori ist seit 1994 offziell als Krebsauslöser eingestuft, diese Bewertung wurde im Jahr 2009 bestätigt.

Wie auch bei vielen anderen Karzinogenen, führt die H. pylori-Infektion nur bei einem kleinen Teil der Infizierten zum Krebs, und zwischen Infektion und Auftreten der Krebserkrankungen liegen meist Jahrzehnte. Dies macht es schwierig, den Effekt einer Therapie auf die Krebshäufigkeit nachzuweisen. Mittlerweile liegen aber mehrere Studien aus Ländern mit hoher H. pylori-Infektionsrate und hoher Magenkrebshäufigkeit vor, die nachweisen, dass in solchen Ländern eine konsequente Behandlung von H. pylori-Infektionen die Magenkrebssterblichkeit senken kann. In vielen Ländern wird daher mittlerweile die Behandlung jeder H. pylori-Infektion zur Krebsprophylaxe empfohlen. In Deutschland empfiehlt die aktuelle Leitlinie der DGVS, auch bei asymptomatischer H. pylori-Infektion den Patienten eine Eradikationstherapie anzubieten.