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HIV-Resistenztestung

Eine genotypische Resistenztestung im Kontext aller derzeit klinisch verwendeten HIV-Inhibitoren der Protease, Reversen Transkriptase, Integrase, gp41 (Fusionspeptid) und in der CCR5-Korezeptorbindungstelle in Env kann routinemäßig in unserem Institut durchgeführt werden. Die virale Sequenz wird mittels etablierter sequenzbasierter Algorithmen (Output der Stanford Database, ANRS, G2P in HIV-GRADE implementiert) einer Interpretation der detektierten Mutationen unterzogen. Der Untersuchungsbefund umfasst eine Auflistung der Resistenzmutationen und eine Einstufung der nachgewiesenen Viren hinsichtlich ihrer Sensitivität gegenüber gebräuchlichen antiretroviralen Medikamenten. Dies sind essentielle Informationen bei Therapieversagen und bilden die Grundlage für einen möglichen Therapiewechsel.
Sollte die in Frage stehende Sequenz hierüber nicht eindeutig zu interpretieren sein, wird in einem zweiten Schritt die Durchführung einer phänotypischen Resistenztestung durchgeführt. Eine solche phänotypische Resistenztestung - obwohl aufwändig, langsam und kostenintensiv - kann im Kontext neuer Mutationsmuster oder seltenerer HIV-1 Subtypen notwendig sein. Hierfür wird eine direkte Messung der Medikamenten Empfindlichkeit eines rekombinanten, replikationskompetenten Virus in Zellkultur durchgeführt. Dieses Virus enthält die aus Patienten Virus-abgeleitete Sequenz der Reversen Transkriptase oder Protease und ermöglicht so eine aussagekräftige Aktivitätstestung antiviraler Substanzen. Hierfür informieren wir Sie über die Notwendigkeit einer neuen Blutentnahme bei Ihrem Patienten.
Einzelheiten über das notwendige Probenvolumen (insbesondere bei Viruslasten < 1.000 RNA Kopien/mL), den Probenversand an das NRZ und die entstehenden Kosten finden Sie unter "Downloads und Links".