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Forschung

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. C. Josenhans ist am Max von Pettenkofer-Institut seit Ende 2017 tätig.

Der Gastrointestinaltrakt des Menschen und der meisten Vertebraten ist gleichzeitig die größte Körperoberfläche, die Besiedlungsnische unterschiedlicher Mikroben sowie die wichtigste Eintrittspforte gastrointestinaler und einiger systemischer Pathogene. Gastrointestinale Pathogene, insbesondere Bakterien, sind in besonderem Maß angepasst an die mukosale Nische des Magen-Darm-Trakts. Sie bilden komplexe Sekretionsapparate aus, die sie zur Beweglichkeit im Mukus und zum Kontakt mit ihren Wirten und deren Zellen befähigen. Ebenso haben sie metabolische und andere Eigenschaften, die sie befähigen, mit der residenten Mikrobiota des Darms in Konkurrenz zu treten und Kolonisierungsresistenz zu überwinden. Ebenso können sie mit bestimmten Eigenschaften die Zusammensetzung der Mikrobiota und die Entzündungsneigung des lokalen Gewebes beeinflussen, womit sie ihre Persistenz in der Nische steuern können. 

Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit ist die angeborene Immunantwort des Wirts auf gastrointestinale Pathogene und deren Modulation. Dabei stehen vor allem Modulationen durch bakterielle wirtsassoziierte komplexe Sekretionsapparate (Typ 3, Typ 4, Typ 6) im Mittelpunkt, die auch strukturell und biochemisch charakterisiert werden. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich zusätzlich mit der Frage, wie Gene und Proteine in Wirt und Pathogen reguliert und modifiziert werden, auch in Antwort auf eine Infektion. Ein weiterer Fokus liegt auf der Modulation von Wirts-Pathogen-Interaktionen und entzündlichen Erkrankungen durch Umweltfaktoren, beispielsweise durch die natürliche Mikrobiota des Magen-Darm-Trakts. Hauptmodelle zur Untersuchung von chronischen und akuten entzündlichen Infektionserregern des Darms sind die häufigen humanpathogenen Bakterien Helicobacter pylori und Campylobacter jejuni, sowie das modellhafte Mauspathogen Helicobacter hepaticus.

 

Die Forschungsprojekte in der AG werden derzeit gefördert durch:

- Deutsche Forschungsgemeinschaft (Graduiertenprogramm IRTG1273, Sonderforschungsbereich SFB900 und Einzelförderungen)